Über artefakt

artefakt schafft eine Plattform, auf der Ansätze in der Erforschung kunsthistorischer Themen bundesweit und international vorgestellt und diskutiert werden können. artefakt wendet sich an den Ideenreichtum und den wissenschaftlichen Ehrgeiz eines jeden Studenten. Die Zeitschrift bietet jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit, Aufsätze online zu publizieren und so bereits während des Studiums oder kurz danach Forschungsergebnisse zu präsentieren. Weniger Fakten als vielmehr Fragestellungen und neue Ansätze sollen den Fachdiskurs beleben. Interdisziplinäre Ansätze, die der Kunstgeschichte von heute vielleicht eine neue Richtung weisen können, stehen dabei im Mittelpunkt.

Wer darf in artefakt publizieren?

  • Studenten der Kunstgeschichte und angrenzender Disziplinen
  • Doktoranden und Graduierte (unter 35 Jahren) der Kunstgeschichte und angrenzender Disziplinen
  • handelt es sich um eine Seminararbeit oder einen Auszug aus einer Qualifikationsschrift, ist die Note unerheblich (sofern nicht schlechter als 2,3), die Texte werden individuell geprüft

Was darf eingereicht werden?

  • wissenschaftliche Aufsätze
  • Ausstellungsrezensionen werden unter „aller Art“ publiziert
  • Kommentare zu aktuellen Themen im Fach Kunstgeschichte werden unter „aller Art“ publiziert
  • Beiträge über studentische Initiativen werden unter „Kunst(geschichte) studiert“ publiziert
  • Ausschreibungen, die für Studenten der Kunstgeschichte interessant sind, werden unter „neue fakten“ publiziert

Wie wird ein Aufsatz in artefakt publiziert?

Schritt 1 | Mail mit Themenvorschlag in Form eines Abstracts (max. 400 Wörter) an [email protected] (das Thema ist frei wählbar, soll aber aus dem Bereich der Kunstgeschichte oder angrenzender Disziplinen stammen).

Schritt 2 | Die Redaktion prüft den Vorschlag und entscheidet, ob der Aufsatz geschrieben werden soll bzw. angenommen wird.

Schritt 3 | Der Autor reicht nach positiver Antwort einen Aufsatz entsprechend unseren Formalia ein.

Schritt 4 | Die Redaktion prüft in Rücksprache mit dem wissenschaftlichen Beirat den Aufsatz, fügt Kommentare ein und macht ggf. Änderungsvorschläge.

Schritt 5 | Der Autor überarbeitet seinen Text, der dann abermals von der Redaktion geprüft wird.

Schritt 6 | Entspricht der Text wissenschaftlichen und redaktionellen Standards, wird er publiziert. Wir behalten uns vor, den Text bei Nichterfüllen unserer Kriterien nicht zu veröffentlichen.

artefakt: im Verlauf

Seit der Redaktionsgründung im Mai 2007 ist das Ziel, neben Fachzeitschriften und vergleichbaren studentischen Initiativen, wie der literaturwissenschaftlichen Zeitschrift „Kritische Ausgabe“, ein Medium zu schaffen, das den studentischen Leser in den Mittelpunkt rückt. Studierende erhalten in artefakt die Möglichkeit, bereits während des Studiums Erfahrungen im Verfassen wissenschaftlicher Aufsätze zu sammeln, die über den universitären Rahmen hinaus die kunsthistorische Diskussion unter den Studierenden institutsübergreifend fördern sollen.

Den Gewinnern des Artikelwettbewerbes winkten die Veröffentlichung in der Erstausgabe sowie Geld- und Sachpreise.

Um der ersten Ausgabe Kontur zu verleihen, hatte die Redaktion im Juli 2007 bundesweit zu einem Artikelwettbewerb aufgerufen. Dieser ermöglichte es, mit Aufsätzen auf hohem wissenschaftlichem Niveau aufzuwarten. Eine Jury bestehend aus Dr. Ursula Merkel (Städtische Galerie, Karlsruhe), Prof. Dr. Roland Recht (College de France, Paris), Dr. Thomas Schauerte (Freier Kunsthistoriker, Schwetzingen) und Prof. Dr. Wolfgang Ullrich (HfG Karlsruhe) wählte die besten drei Aufsätze aus. Darüber hinaus stand der Redaktion ein wissenschaftlicher Beirat, der sich aus Dozenten und Doktoranden zusammensetzte, bei der Sichtung der Aufsätze beratend zur Seite. Im Mai 2008 ist artefakt bereits mit der ersten Ausgabe in die Elektronische Zeitschriftenbibliothek aufgenommen worden.

Bereits im Juli 2007 ist artefakt mit der Website online gegangen. Dort stand nicht nur die erste Ausgabe der Zeitschrift zum kostenlosen Download zur Verfügung, sondern es wurden auch Informationen über studentische Programme in Museen und Podcasts zu kunsthistorischen Themen angeboten. Besonders die Bestimmungsübung mit täglich wechselnden Bildern stieß bei den Studenten auf großes Interesse, stellt sie doch eine gute Vorbereitung auf die Examensprüfung dar.

Anfang Februar 2009 erschien die zweite Ausgabe. Sie enthält zum einen die sieben interessantesten und fundiertesten wissenschaftlichen Artikel, die die Redaktion aus knapp 40 Einsendungen ausgewählt und mit dem wissenschaftlichen Beirat abgestimmt hat. Thematisch geht es unter anderem um die Totenmaske als Gegenstand der Kunstgeschichte (Moritz Siebert, Tübingen), um biographische Aspekte im kunstwissenschaftlichen Diskurs (Dagmar Weidinger, Wien) und um die konstruierte „neue Realismusdebatte“ (Conny Becker, HU Berlin). Zum anderen wartete die Redaktion im studentischen Teil der Zeitschrift mit neuen Rubriken auf. Zu der Präsentation einer Studentischen Initiative, der Kolumne „UNIversum“ und dem Themenblock „Studiengebühren“ kamen die Interviewreihe „Kunsthistoriker im Beruf“ und das Porträt eines Nachwuchskünstlers von der Akademie (hier Selene States, Karlsruhe) hinzu. artefakt konnte zudem den renommierten Künstler Walid Raad (Atlas Group) und den Frankfurter Kurator Jochen Sander für ein Interview gewinnen.

Selene States erklärt auf dem Cover der zweiten Ausgabe den Umgang mit Küchengeräten.

Um die Verknüpfung zwischen den Studierenden zu fördern, wurde das „artefakt Campus Team“ eingerichtet. Deutschlandweit und international machen Studierende an den Kunsthistorischen Instituten (Berlin, Dresden, Frankfurt, Gent, Graz …) auf die Zeitschrift aufmerksam.

artefakt finanziert sich zum einen über Werbung auf der Homepage und zum anderen über den Förderverein. Bisher konnten unter anderem das Städel Museum in Frankfurt, die Städtische Galerie in Karlsruhe und die Kunsthalle in Baden-Baden als Werbekunden gewonnen werden.

Ende April fand im Heidelberger Kunstverein der „artefakt-Launch“ statt, bei dem die Redaktion ihre aktuelle Ausgabe präsentierte und sich dem Heidelberger Publikum vorstellte. Programmhighlight war die Lesung der Berliner Schriftstellerin Ann Cotten, die 2008 den Clemens-Brentano-Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg für ihr Debüt „Fremdwörterbuchsonette“ (Suhrkamp Verlag) erhielt. Ann Cotten hat an diesem Abend aus ihrem aktuellen Internet-Projekt „Glossarattrappen.de“, das seit Dezember 2008 online ist, gelesen: 500 Prosa-Texte, 600 Bilder und 80 Zeichnungen liegen auf der Datenbank bereit. Wort und Bild-Kombinationen entstehen entweder durch Zufall oder durch Eingabe eines Suchbegriffs seitens des Lesers immer wieder anders. Im Kunstverein war an diesem Abend das Video „User Guide to the Semiotics of the Kitchen“ der Nachwuchskünstlerin Selene States (AdBK Karlsruhe) zu sehen, das die Videoperformance „Semiotics of the Kitchen“ von Martha Rosler (1972) neuinterpretiert.

Seit Juli 2009 erscheint artefakt nicht mehr als Periodikum im gängigen Zeitschriftenformat, sondern als E-Journal, damit auch aktuelle Themen zeitnah behandelt werden können. Die wissenschaftlichen Aufsätze und Beiträge über studentische Themen sowie das momentane Kunstgeschehen sind einzeln auf der Homepage abrufbar und werden in regelmäßigen Abständen ergänzt. Ziel ist es, mit der neuen Erscheinungsform Studenten die Möglichkeit zu geben, sich mittels einer Kommentarfunktion aktiv am Forschungsdiskurs zu beteiligen.

Die erste und zweite Ausgabe der Zeitschrift stehen weiterhin zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die Printversion der ersten Ausgabe ist seit Oktober 2008 in Heidelberg in der Universitätsbuchhandlung Ziehank, in der Buchhandlung Himmelheber und im Kunstverein erhältlich, online kann die Printversion der ersten Ausgabe über den Bookshop von Shakermedia bestellt werden.

Begleitend zur Ausstellung „Übermorgenkünstler“ im Heidelberger Kunstverein 2009⁄2010 entstand eine Serie von Artikeln, die zusätzlich zur Online-Publikation auch in kleiner Auflage als Printversion veröffentlicht wurde. Das Sonderheft steht auf der Webseite zum Download bereit.

Über uns

artefakt schafft eine Plattform, auf der neue Ansätze in der Erforschung kunsthistorischer Themen bundesweit und international vorgestellt und mittels Kommentarfunktion diskutiert werden können. Die Zeitschrift bietet jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit, Aufsätze online zu publizieren und so bereits während des Studiums oder kurz danach Forschungsergebnisse zu präsentieren. Weniger Fakten als vielmehr Fragestellungen und neue Ansätze sollen den Fachdiskurs beleben. Interdisziplinäre Ansätze, die der Kunstgeschichte von heute vielleicht eine neue Richtung weisen können, stehen dabei im Mittelpunkt. mehr »

Autoren gesucht

Studenten, Doktoranden und Graduierte (unter 35 Jahren) der Kunstgeschichte und angrenzender Disziplinen sind eingeladen, wissenschaftliche Aufsätze und Beiträge "aller Art" einzureichen. Das Thema für die wissenschaftlichen Aufsätze soll dem Bereich der Kunstgeschichte entstammen, interdisziplinäre und bildwissenschaftliche Ansätze sind sehr willkommen. Themenvorschläge in Form eines Abstracts (max. 400 Wörter) bitte an [email protected].


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