Beiträge und Kommentare zu aktuellen, kunsthistorisch relevanten Themen.

Im Dialog mit dem Leser

Die Abschlussarbeit steht bevor, was jetzt? Bisher sind die Seminararbeiten eher unbefriedigend ausgefallen, die Abschlussarbeit muss aber sitzen. An einigen Universitäten wie etwa in Köln gibt es Schreibzentren, die Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben und speziell Crashkurse für Examenskandidaten anbieten. Rettung in letzter Minute muss nicht sein, denn auch in Bezug auf das wissenschaftliche Schreiben gilt das Sprichwort „früh übt sich, wer ein Meister werden will“. Wir sprachen mit Helga Esselborn-Krumbiegel, der Leiterin des Schreibzentrums in Köln, was beim Schreiben nur demotivieren kann, welche Probleme Studierende mit wissenschaftlichen Arbeiten haben und wie man diese Schritt für Schritt lösen kann.

„Harmonie ist ein Auftrag“

Kunsthistoriker beschäftigen sich hauptsächlich mit der Kunst von vorgestern, gestern und vereinzelt mit der Kunst von heute. Einen Blick auf die Kunst von übermorgen bietet dieses Jahr zum zweiten Mal der Heidelberger Kunstverein in der Ausstellung „Übermorgenkünstler II“. Da Heidelberg bekanntlich keine Kunstakademie hat, wurden die Studierenden der umliegenden Akademien aufgerufen, Arbeiten einzureichen. 18 Beiträge wurden ausgewählt und sind noch bis 19. Februar 2012 zu sehen. Für artefakt haben einige der Künstler ihre Beiträge kommentiert.

„Fahrt mal nach Brandenburg“

Der 81. Kunsthistorische Studierenden Kongress (KSK) findet in Kürze unter dem Motto „Peripherie - Wer steht am Rand?“ in Siegen statt. Die Peripherie, der die Veranstaltung gewidmet ist, entfaltet sich in vielen Facetten. Sie reicht von Brandenburg bis zum Nahen Osten, vom Siegerländer Krüstchen bis zum Apéro. Wie man vom schnöden Rand zum Sehnsuchtsort wird und warum das Kurzportait von Siegen „Wald und Beton“ lautet, erklären die Organisatoren im Interview.

Wie war das nochmal mit der Radierung? #2

Und weiter geht es in unserer neuen Reihe „Wie war das nochmal mit…?“ mit einem Update zum Thema Druckgrafik. Es gibt neue Videos zu den druckgrafischen Techniken vom MoMa und einige interessante Websites, bei denen sich ein Besuch lohnt.

Ein offenes Geheimnis

Die Existenz von Geheimbüden ist ein offenes Geheimnis. Mit der Gruppenausstellung „Geheimgesellschaften - Wissen Wagen Wollen Schweigen“ beleuchtete die Schirn Kunsthalle in Frankfurt das Thema aus Perspektive der bildenden Kunst. Die Eröffnung des Schirn Circle bildete den Abschluss der Ausstellung, die ab 10. November in Bordeaux zu sehen ist.

Wie war das nochmal mit dem Bronzeguss?

Bewegte Bilder zur Technik des Bronzegusses und nach wie vor unverzichtbare Lektürehinweise.

„Verzeihung, ich bin es“

Heidelberg und Berlin treffen in der Ausstellung „Urbane Leerstellen füllen“ des studentischen Kunstvereins Art van Demon e.V. aufeinander. Mit Babette Werner sprachen wir über die Ziele des Vereins, das Konzept der Ausstellung und die Chemie zwischen Künstlern und Kuratoren. Einige der Künstler haben für uns ihre Werke kommentiert.

Wut macht erfinderisch

Gründe, wütend zu werden, gibt es genug. Meist äußert sich diese in verbaler, oft aber auch in physischer Gewalt. In London war dies jüngst deutlich zu spüren. Der Plakatwettbewerb „Mut zu Wut“ setzt sich konstruktiv mit der Wut auseinander – das Ergebnis sind dreißig aufrüttelnde Plakate. Einige der beteiligten Künstler haben für uns ihr Plakat kommentiert.

 

Ist jeder Künstler ein Kurator?

Im Moment werden Ausstellungen gern von Künstlern zusammengestellt. Off-Spaces, Kunstvereine, Biennalen, nicht einmal mehr Museen sind vor ihnen sicher. Präsentieren die Künstler tatsächlich originelle Ideen und überraschende Konzepte? Oder schaffen sie sich selbst eine Plattform, um als Künstler im Dickicht der Kunst aufzufallen?

 

Schöne neue Welt

Eber, Störche, Windmühlen und Gartenzwerge sind als ganzer Stolz des Besitzers im Schrebergarten versammelt. Diesen etwas anderen Blick auf das Thema Garten gewährt der Fotograf Rüdiger Glatz in seiner Ausstellung „Wonderful World“.

Kubismus reloaded

Das Erleben alter Bildräume in immer neuen Sichtweisen kann eine spannende Angelegenheit sein. Schwierig wird es, wenn das gewählte Medium eigentlich nicht dazu gemacht ist, einen Gesamteindruck des erlebten Raumes wiederzugeben. Dieser Aufgabe widmeten sich Studierende der Universität Stuttgart, die Ergebnisse sind in der Ausstellung „Bild Zeit Raum“ zu sehen.

Nach dem Studium ist vor der Karriere

Für viele Geisteswissenschaftler folgt nach dem Abschluss erst einmal die Suche nach dem passenden Beruf. Nicht nur deshalb kann sich die Jobsuche mitunter schwierig gestalten. In Heidelberg fanden jüngst zwei Veranstaltungen statt, die hier Perspektiven aufzeigten: zum einen den Weg in die Selbständigkeit und zum anderen den Weg über die Unternehmensberatung zum eigenen Haus, Auto und Boot.

 

„Ich sehne mich halbtot nach Dir!“

Hat der Wahnsinn eine Stimme? Die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg beherbergt nicht nur Kunst von „Geisteskranken“, sondern auch deren Briefe. Die Ausstellung „Vor allen Dingen bitte ich, mich doch ja nicht zu vergessen“ zeigt Schriftstücke, die das Anstaltsleben schildern und Nöte, Wünsche und Bedürfnisse von Psychiatriepatienten offenbaren. Ihre Sprache ist uns fremd, sie verdunkelt und erhellt, sie bedrückt und fasziniert.

Mainz calling

Unter dem Motto „In vier Tagen um die Welt – Kunst und ihre Wege“ beginnt am 26. Mai nicht in London, sondern Mainz der 80. Kunsthistorische Studierenden Kongress. Im Gespräch berichten die studentischen Organisatoren von den Reisevorbereitungen mit Weltkarten, vom gemeinsamen Frühsport und erklären, warum bisher Unentschlossene in die Rolle des Phileas Fogg schlüpfen sollten.

Ré Soupault reist ohne Gepäck

Befreundet mit Man Ray und Kurt Schwitters, bewegte sich Ré Soupault in einem Kreis von Künstlern und Intellektuellen, die das 20. Jahrhundert durch ihre Kunst, ihre Gedanken und ihr Handeln prägten. Unter dem Titel „Ré Soupault. Künstlerin im Zentrum der Avantgarde“ wird in der Mannheimer Kunsthalle das vielfältige Schaffen der Alleskönnerin präsentiert.