Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kunstmarkt

Ein Rundgang durch die Alte Post. Die Parallel Vienna 2015

Zehn Minuten vor der Pressekonferenz läuft der Drucker heiß, denn die Presseinformationen müssen noch gedruckt werden. Zahlreiche Helfer laufen im Eingangsbereich der Alten Post in Wiens erstem Bezirk hin und her, fegen den Boden, tragen Wassereimer aus dem Raum, schieben Boxen Richtung Bühne und verlegen Kabel. Als die Pressekonferenz mit einiger Verspätung schließlich beginnt, entschuldigt sich Stefan Bidner, der Artistic Director der Parallel Vienna, es sei ein junges Projekt, sympathisch, aber eben auch noch etwas chaotisch. Das mache den Charme und die „angenehme Atmosphäre“ aus, betont er. Zum dritten Mal findet die Parallel Vienna jetzt statt. Bisher wurde jedes Jahr nach einer neuen Location gesucht. Das soll sich in Zukunft ändern, denn die Organisatoren wünschen sich einen fixen Ort für die Veranstaltung, die Messe, Galerie, Kunsthalle und Atelier zugleich sein will. Auf einen Open Call wurde verzichtet. Die Künstler wurden direkt eingeladen, damit die Qualität gesichert ist. Bewerbungen auf Ausschreibungen kämen immer viel zu viele rein und das auch eher von der Hobbymalerfraktion, erklärt Kaveh Ahi, einer der Mitbegründer der Parallel Vienna. Deshalb habe man …

cindysherman

6 Must Sees der Berlin Art Week

In Hamburg und Frankfurt laden schon dieses Wochenende die Galerien zum Saisonstart ein. Nächste Woche dann geht es mit der Berlin Art Week weiter. Und da man – selbst wenn man sehr motiviert ist – ab dem 15. September nicht alle Vernissagen besuchen und alle Ausstellungen ansehen kann, haben wir uns vorab durch das Programm geklickt und geblättert. Für den Cee Cee Berlin Newsletter haben wir unsere Highlights zusammengestellt, die hier um den Hinweis auf einen Instawalk der Berlinischen Galerie ergänzt wurden. Was ihr also außer den Kunstmessen abc art berlin contemporary und Positions sowie der Kooperationsausstellung Stadt/Bild nicht verpassen solltet, lest ihr hier: (am) Galeriepublikum in Ekstase. VIC im insitu Wer keine Lust darauf hat, bei den großen Eröffnungen Sekt zu schlürfen, geht zu den Offspaces, beispielsweise in den Projektraum insitu. Dort gibt es vier Arbeiten zu sehen, von vier Künstlern, deren Namen man sich merken sollte: Ellinor Aurora Aasgaard und Bror Sander Berg Størseth, Britta Thie und Christian Falsnaes. Letzterer lässt gerne Galeriegänger in seinen Musikvideos mitspielen. Er ist hier in einer Aufnahme seiner Aktion Influence zu sehen. Falsnaes versetzt an einem …

Dissertationsthemen für die nächsten Jahrzehnte

Auktionskataloge sind eine unverzichtbare Quelle für die Provenienzforschung. Das Projekt „German Sales 1930-1945. Art Works, Art Markets, and Cultural Policy“ macht nun sämtliche Kataloge aus der Zeit des Nationalsozialismus online zugänglich. Wichtiger Projektpartner des Getty Research Institute in Los Angeles ist die Universitätsbibliothek Heidelberg. Simona Hurst sprach mit Direktor Thomas Gaehtgens über die neue Quellenbasis und weitere Forschungsaktivitäten seines Hauses.

 

3… 2… 1… Rekordsumme!

Als Student der Kunstgeschichte führt man ein behütetes Leben. Beim Berufseinstieg sieht man sich mit der Tatsache konfrontiert, dass Kunstwerke außerhalb der Universität als kommerzielle Objekte gehandelt und mit Preisen versehen werden. Gezielt werben Auktionshäuser mit Preisausrutschern und Rekordsummen. Auch Fälschungsskandale wie der um die Sammlung Werner Jägers gehören zur Realität auf dem Kunstmarkt. Dr. Ingrid Gilgenmann, Ausbilderin beim Auktionshaus Lempertz und Expertin für den Bereich Porzellan, Keramik und Fayencen, erklärt im Interview, wie der Wert eines Kunstobjektes taxiert wird, welches Handwerkszeug sie hierfür nutzt und wie Kunstfälschungen erkannt werden können.