Philipp Hindahl

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Philipp Hindahl lebt und arbeitet als freier Autor und Übersetzer in Berlin. Hat englische Literatur und Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Frankfurt und Paris studiert. Arbeitet an einer Dissertation zum Komischen in der Gegenwartsliteratur. Schreibt sonst über Popkultur und -theorie, Film, postdigitale Kunst, das Internet und die Menschen darin. Außerdem: Teil des think-tank Internet-TBD, Presseleitung für das Japanische Filmfestival Nippon Connection (2016), PR-Assistent im Vitra Design Museum (bis Juni 2017).

Man kann ihm bei Instagram und bei Twitter folgen.

Texte (Auswahl)

„Es beginnt ganz einfach. Mit ein paar Strichen auf Millimeterpapier, ähnlich den Kritzeleien, die man beim Telefonieren macht.“
Am Ende der Geschichte, Reports No 10/2017

„Eigent­lich braucht man den Turing-Test nicht mehr, um lern­fä­hige Compu­ter­pro­gramme mit Menschen zu verglei­chen. Denn die Maschi­nen werden nicht mehr nur menschen­ähn­lich. Unser Blick aufs Smart­phone erfolgt fast auto­ma­tisch, wenn wir in einer unbe­kann­ten Umge­bung etwas suchen. Zu sagen, wir wären schon längst smarte Hybride aus Mensch und Algo­rith­mus ist natür­lich über­trie­ben.“
Wovon träumen Maschinen?, im Schirn Mag

„‚Have you maybe noticed that our lives are no longer feeling like stories?‘ Wie können Bücher noch Geschichten erzählen, wenn das eigene Leben schon lange nicht mehr romanreif ist?“
Theorie fürs Poesiealbum, art Magazin

„Reality — meaning that of the early 1970s — comprises traffic, noise, air pollution and vandalism, says Alison Smithson, wearing a shiny silver bomber jacket like a suit of armor against this harmful environment. On observing the East End of London at that time one cannot help but concur with her. Its noisy and ever present smog means one can barely see to the other side of the road. It’s probably not even safe to get out of one’s car. It rapidly becomes clear that the apartment block is primarily a fortress against the impositions of the modern world. And these can only be kept at bay by massive concrete walls.“
Who wants to live like that?, keen on Concrete

„Wo es dunkel ist, das kennt man aus der Kindheit, da ist alles möglich. Unterm Bett wohnen Monster, und wenn die Künstlerin in den abgedunkelten Ausstellungsraum lockt, warten da zwar keine Ungeheuer, aber verborgene Wünsche.“
Tiefer graben. Laure Prouvost in Frankfurt, Monopol – Magazin für Kunst und Leben

„‚Wir befinden uns im Magen von Maria Callas — aber sehr abstrakt.‘
Wie bitte?'“
Kunstwerke sind nicht unbelebt, sie haben eine Stimme. Regisseur Ersan Mondtag über seine Ausstellung in Frankfurt, Monopol – Magazin für Kunst und Leben