Alle Artikel in: Kritik

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Plötzlich Gegenwart. Die transmediale 2017 in Berlin

„alien matter“ heißt die Ausstellung zur 30. transmediale in Berlin. Dazu gibt es noch Vorträge, Parties und ein Filmprogramm. Das Fremdsein ist hier in diesem Jahr ein großes Thema: fremd dem neuen US-Präsidenten oder künstlicher Intelligenz gegenüber. Was für die Pioniere der digitalen Kunst noch vor ein paar Jahren entweder utopische oder dystopische Zukunftsvision war, ist plötzlich Gegenwart.

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12 Tipps für Museen auf Instagram

Nach mehr als sechs Jahren Instagram ist man nach einem Blick auf Accounts von deutschen Museen als Follower noch immer etwas ratlos. Angesichts von Fotos, die Museen in dieser Qualität in keinem anderen Kontext kommunizieren würden. Angesichts von Desinteresse und Unbedarftheit, die bei Kunstvermittlern im Museum sicherlich nicht geduldet werden würden. Angesichts von Unprofessionalität und Einfallslosigkeit, die beim Verfassen und Versand von Pressemitteilungen undenkbar sind. Deshalb hier ein paar Tipps für weniger Ratlosigkeit bei Sendern und Empfängern.

Gute Bücher, schlechte Bücher 2016

Wenn alle nur immerzu über die besten Fotobücher des Jahres reden, kann man derweil durch Buchhandlungen schlendern und den schlechten Fotobüchern einen Moment Aufmerksamkeit schenken. Das hat Anika für das art Magazin getan, der Text kann hier nachgelesen werden. In der Hauptrolle, Michael Klein, Buchhändler im Haus der Photographie in Hamburg. „Schlechte Bücher gibt es ja immer mehr als gute“, sagte Michael und zeigte mir Fotobücher über Drohnenfotografie, über im öffentlichen Raum pinkelnde Frauen und ein Buch von Steve McCurry, das kaum weniger sexy hätte gestaltet werden können. Jetzt aber schnell zu den erfreulicheren Dingen im Leben, nämlich: gute Bücher, die 2016 wichtig waren oder einfach nur gut sind. Stillleben BRD von Christian Werner Ein bisschen Wolfgang Tillmans, ein bisschen Juergen Teller: Da ist jede Seite schön, wenn man denn die Ästhetik mag, das Blitzlicht auf den Dingen, den Gelbstich einiger Bilder, die Komposition, die vorgibt, keine zu sein. Nach dem Tod des Großvaters eines alten Schulfreundes war der Fotograf Christian Werner im Dezember 2014 noch einen Tag mit seiner Kamera in dem Haus in Delbrück, kurz …

„Isch’s ok wenni rauch?” Sylvain Baumann, Justin Eagle, Raja’a Khalid in der Vitrine Gallery in Basel

Es gibt Orte, an denen man sich nur ungern aufhält. In der Nähe vom Bahnhof St. Johann in Basel gibt es so einen Ort. Gegenüber ist eine Bar, dazwischen halten die Straßenbahnen. Darüber spannt sich eine Autobahnauffahrt. Wer Basel kennt, weiß, dass die Autobahnauffahrten hier ineinander verschlungene Konstruktionen aus Sichtbeton sind, erdacht in den 1970ern von Bauingenieuren und Architekten, um die Stadt an ganz Europa anzubinden. Darunter ist man eigentlich nur zum Warten. Auf die Bahn, oder darauf, dass hier etwas passiert. Dort ist jetzt auch die Galerie Vitrine. Der fünfeckige Raum ist eingezwängt zwischen Brücke und Asphalt, rundum verglast, wie ein 45 Quadratmeter großes, gestrandetes UFO. Vorher war hier ein Laden für Maßanzüge, der sich nicht lange halten konnte. Dann hat Alys Williams hier Anfang April den Off-Space eröffnet, das Architekturbüro Pantera Pantera hat mitgeplant. Die Galerie ist noch mit einem anderen Teil von Europa verbunden, denn es gibt eine zweite in London. Dort startete Vitrine 2010 als Projektraum und wurde 2012 zur festen Galerie. Weil der Raum in Basel anders ist als die meisten …