Alle Artikel in: Essay

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Schämst Du Dich noch oder postest Du schon? Über Kunst und Scham im Internet

Was haben Selfies mit Feminismus und Kunst zu tun? Nichts? Stimmt nicht! Im Marta Museum in Herford ist gerade die Ausstellung „Die Innere Haut. Kunst und Scham“ zu sehen. Anika hat aufgeschrieben, wann sie sie schämt, wann sich Netzkünstlerinnen wie Molly Soda schämen, was sie dagegen tun und wie ein weiterer Raum in der Ausstellung aussehen könnte, der die Geschichte von Kunst und Scham bis zum Kampf um Akzeptanz aller Körperformen in der Gegenwart erzählt. (tl;dr: Der Feminismus hat es schwer, feministische Netzkünstlerinnen haben es noch schwerer, oder umgekehrt, Body Shaming ist schlimm, Selfies sind noch schlimmer, nicht.)

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Was sich ändern darf. Über Museen und Social Media

Die Platform München hat mit den Worten „Die Zukunft geht uns alle an“ zur Blogparade eingeladen und viele Fragen gestellt: „Was sind Deine Visionen? Was wäre ein Wunsch von Dir für die Welt in 20 Jahren? Was muss sich heute ändern, damit das erreicht werden kann? Welche konkreten Entwicklungen haben Dich in den letzten Jahren besonders durch ihren visionären Gehalt beeindruckt? Und was sind Deine visionären Best-Practice-Beispiele?“ Anika Meier schaut in die Zukunft, sucht Antworten, begegnet Robotern und wünscht sich was. tl;dr (too long; didn’t read): 11.000 Zeichen vorspulen und beim Listicle zum Thema Museen und Social Media einsteigen.

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„Feminism is Trending“. Über Feministinnen und Nicht-Feministinnen

„Ich bin Feminist.“ Wenn der kanadische Premierminister Justin Trudeau sich auf Twitter für den Feminismus ausspricht, explodiert der Kurznachrichtendienst. Bis die Gleichstellung von Männern und Frauen politischer Mainstream ist und das Bekenntnis zum Feminismus nur noch mit einem Schulterzucken zur Kenntnis genommen wird, konfrontiert er Twitter weiter damit. Da ein anderer mächtiger Mann es für normal hält, Frauen einfach zwischen die Beine zu greifen, während ihm immerzu eine gigantische feuerrote Krawatte im Schritt hängt, muss Trudeau bis auf Weiteres Kontra geben. Und das nicht nur Donald Trump, dem mächtigsten Mann der Welt mit dem mächtigsten Phallus der Welt. Währenddessen kämpfen junge Netzkünstlerinnen der so genannten New Wave of Feminism auf Instagram, Tumblr, Facebook und Twitter in anderen Schlachten mit ihren Smartphones und Hashtags für die Akzeptanz von Körperhaaren, Körperflüssigkeiten und Hautunreinheiten. Sie fotografieren sich in ihren pinken Mädchenzimmern mit Haaren unter den Achseln, Pickeln im Gesicht und Blut im Höschen, bis diese Bilder mit einem Schulterzucken und dem Kommentar „OMG. You are so pretty“ zur Kenntnis genommen werden. SLIDE TO EXPOSE @babycastles gallery from Clusterfuck on Vimeo. …

Fuck Yeah Concrete. Eine Brutalismus-Tour durch London und Instagram

Der Brutalismus ist der Architekturtrend der Stunde. Das gefällt nicht jedem, besonders nicht den Bewohnern brutalistischer Bauwerke. Sie freuen sich über deren Abriss oder träumen vom Auszug, sie sind genervt von Leuten, die kommen, um zu fotografieren, und sie wehren sich mit Worten und Hunden. Noch genervter sind nur Kunstkritiker, die sich ärgern, dass der Brutalismus auf Instagram ein gut gehendes Thema ist. Was ist auf Instagram und in London los? Anika hat es sich angesehen.