Alle Artikel in: Essay

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Eine Frage der Haltung. Kunst, Museen und das Digitale / The Arts+

Man könnte es für einen Aprilscherz halten, was Jeff Koons und Snapchat da gerade Skurriles gemeinsam verkündeten. Anfang Oktober ist es aber eher unwahrscheinlich, dass Snapchat sich mit dem Launch der neuen AR Kunstplattform art.snapchat.com einen Scherz erlaubt. Und eigentlich verkündet auch nur einer, nämlich Jeff Koons in einem kurzen Video – eine bessere Parodie eines Künstlers ist nebenbei bemerkt schwer vorstellbar. Koons jedenfalls verkündet jetzt also sehr begeistert, als ginge es darum Louis Vuitton Handtaschen an den Mann zu bringen, dass sein Balloon Dog als AR Installation beispielsweise im Central Park in New York auf Smartphone Displays auftaucht und als spiegelnder Hintergrund für Selfies verwendet werden kann. Seine Augen leuchten. Hunderte, tausende Menschen in Großstädten auf der ganzen Welt oder sogar auf dem Mond, sagt er, könnten das gleichzeitig machen. Er meint, kreativ werden, und er möchte bei diesem Gedanken noch aufgeregter wirken. Vielleicht ist es einfach eine Frage des Geschmacks, ob man die virtuellen Balloon Dogs, die an öffentlichen Plätzen in Paris, London, Rio de Janeiro, Toronto und beispielsweise Sydney auf dem Bildschirm …

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Die wichtigsten Virtual Reality-Kunstwerke. Und ein paar Games

Wenn alle vom nächsten großen Ding sprechen, muss man meistens aufhorchen: Ist das wirklich so neu? Und woher kommt das überhaupt? Derzeit sprechen alle von Virtual Reality. Der Gropius-Bau in Berlin zeigt eine Ausstellung mit dem Titel „Immersion„, an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach ist der letzte Rundgang in 360° zu erleben, und das NRW-Forum in Düsseldorf hat einen  Anbau, ganz virtuell, versteht sich. Ohne Distanz den Betrachterstandpunkt gleich ins Werk zu verlegen, ist keine so neue Idee und steht auch immer schon unter Verdacht, dem bloßen Entertainment zu dienen. Wobei gerade Games die wichtigsten Innovationen für die Kunst bieten. Das zeigt die Spurensuche, auf die sich Philipp für das Schirn Magazin begeben hat. Titelbild: „Sentiment Solutions“, HfG Offenbach, Project Supervisor: Britta Thie, inspiriert von: New Scenario, „Hope“.

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Schämst Du Dich noch oder postest Du schon? Über Kunst und Scham im Internet

Was haben Selfies mit Feminismus und Kunst zu tun? Nichts? Stimmt nicht! Im Marta Museum in Herford ist gerade die Ausstellung „Die Innere Haut. Kunst und Scham“ zu sehen. Anika hat aufgeschrieben, wann sie sie schämt, wann sich Netzkünstlerinnen wie Molly Soda schämen, was sie dagegen tun und wie ein weiterer Raum in der Ausstellung aussehen könnte, der die Geschichte von Kunst und Scham bis zum Kampf um Akzeptanz aller Körperformen in der Gegenwart erzählt. (tl;dr: Der Feminismus hat es schwer, feministische Netzkünstlerinnen haben es noch schwerer, oder umgekehrt, Body Shaming ist schlimm, Selfies sind noch schlimmer, nicht.)

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Was sich ändern darf. Über Museen und Social Media

Die Platform München hat mit den Worten „Die Zukunft geht uns alle an“ zur Blogparade eingeladen und viele Fragen gestellt: „Was sind Deine Visionen? Was wäre ein Wunsch von Dir für die Welt in 20 Jahren? Was muss sich heute ändern, damit das erreicht werden kann? Welche konkreten Entwicklungen haben Dich in den letzten Jahren besonders durch ihren visionären Gehalt beeindruckt? Und was sind Deine visionären Best-Practice-Beispiele?“ Anika Meier schaut in die Zukunft, sucht Antworten, begegnet Robotern und wünscht sich was. tl;dr (too long; didn’t read): 11.000 Zeichen vorspulen und beim Listicle zum Thema Museen und Social Media einsteigen.