Beiträge und Kommentare zu aktuellen, kunsthistorisch relevanten Themen.

Objets trouvés #3

Links der Woche: u.a. war Ernst Ludwig Kirchner pädophil? Müssen ständige Sammlungen gepimpt werden? Wie hat Edward Hopper seine Barszene ausgeleuchtet? Kann man Schreiben lernen?

Warum eigentlich immer PowerPoint?

Referat? PowerPoint! Nicht unbedingt. Wir stellen eine Alternative vor, die sich von dem Prinzip Folien verabschiedet hat.

Objets trouvés #2

Links der Woche: u.a. Obama im Photoshop, Marilyn Manson malt und Frida Kahlo ist eine Frau für Hollywood.

Zappen im Museum

Manager, Buchhalter, Politiker, Logistiker und Installateur, das alles und noch viel mehr ist ein Direktor in einem Kunstmuseum. Über die Anforderungen an Museumsmitarbeiter sprach der Direktor des Wallraf-Richartz Museums in Köln, Andreas Blühm, im Rahmen eines Vortrags am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg. Für artefakt erklärt er den Unterschied zwischen Museumsbesuchern und –nutzern und wie man den Weg vom Studium ins Museum meistern kann.

Experimentierfeld für Performer

Das Open Space Lab, ein studentischer Projektraum für junge zeitgenössische Kunst, wurde kürzlich in den Räumlichkeiten des Heidelberger Kunstvereins eröffnet. Die Inbetriebnahme widmete sich der temporären Raumaneignung durch Performance, Installation, Video und Sound. Viktoria Mirkin, Christina Schrauwers und Jochen Steinmetz dokumentierten den Abend in Bildern für artefakt.

Kunsthistorische E-Journals im Überblick

Ist die Fachwelt trotz des Heidelberger Appells bereit Open Access zu publizieren? Zahlreiche kunsthistorische E-Journals bieten die Möglichkeit dazu und der Münchner Kunsthistoriker Hubertus Kohle plädiert für ein „publish first – filter later“. artefakt stellt einige der Online-Zeitschriften vor.

Objets trouvés #1

Links der Woche: u.a. Vuvuzuela im 14. Jahrhundert, Körperkunst auf dem Oberarm der Bundespräsidentengattin und Spezialeinheit GSG 9 befreit Jesus und Judas.

Und es wurde Licht in Jena

Unter dem Motto „Lichtbilder“ fand jetzt der 78. Kunsthistorische Studierenden Kongress in der Lichtstadt Jena statt. Matthias Gründig, der als Künstler in der Kongress begleitenden Ausstellung vertreten war, hat für artefakt den KSK abgelichtet.

Wozu Mailing-Liste heute?

Gibt es Alternativen  zur ArtHist Mailinglist? Vorschläge für ein Update.

Postkartenidylle auf dem Seziertisch

Die Realität hat immer zwei Seiten: Mit der Fotografie-Ausstellung „Heidelberg Surreal“ zeigt der studentische Verein Art van Demon die wenig gesehene Traum‑ und Fantasiewelt Heidelbergs abseits des Alltäglichen und längst Bekannten. Im Gespräch mit artefakt berichten die Organisatoren des Vereins über die Heidelberger Kunstszene, ihre Arbeit als Künstleragentur und weshalb Kunst dämonisch sein kann.

Mach es selbst

Max Schulze stört sich nicht daran, dass es mit Tocotronic im 21. Jahrhundert heißt „mach es nicht selbst“. Stattdessen orientiert er sich an der Do-it-yourself Bewegung des Punk der 1970er Jahre und bearbeitet die ‚Leinwand‘ mit einem Hammer. Das Ergebnis des Kampfes Künstler gegen Hartfaserplatte ist derzeit im Bonner Kunstverein zu sehen.

Zorro der Malergilde

Oft wurde die Malerei von den Künstlern des vergangenen Jahrhunderts abgelehnt. Eine überzeugende Liebeserklärung an dieses traditionelle Medium schuf Stefan Müller, dessen Werke derzeit in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden zu sehen sind.

Regenschirm und Nähmaschine fehlen

Der Eine kritzelt beim Telefonieren gedankenverloren auf eine Zeitung, der Andere, im vorliegenden Fall ein Schriftsteller, schmiert zur Zerstreuung an den Rand seines Manuskripts. Dass dieses automatische Zeichnen mehr als bloß ein Arbeitsunfall sein kann, zeigt derzeit die dreiteilige Ausstellung „Randzeichen. Drei Annäherungen an den schöpferischen Prozess“ im Literaturmuseum der Moderne in Marbach.

Aktenzeichen Werner (fast) ungelöst

Der zwangssterilisierte Psychatriepatient Wilhelm Werner dokumentierte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts seine ‚Entmannung‘ in über 40 Zeichnungen, die jetzt erstmals in der Heidelberger Sammlung Prinzhorn gezeigt werden. Wie Max Beckmann verbindet Werner Narren‑ und Leidensthematik – ein Versuch sich von dem Geschehen zu distanzieren?

Punkte beim disziplinierten Stehtanz

„Sie sehen Poesie in dem, was ich mache. Nein, ich wende meine Methode an, und das ist alles“, so Georges Seurat nüchtern. Seine Methode des Pointillismus bedeutete für die Malerei einen wissenschaftlichen Neuanfang. Die reinen Farben, die er in Punkten nebeneinandersetzte, verbinden sich erst im Auge des Betrachters zu Linien. In der Schirn Kunsthalle in Frankfurt kann der Besucher jetzt vor einigen Originalen den Allgemeinplatz der Seurat Forschung überprüfen.