„Sie sehen Poesie in dem, was ich mache. Nein, ich wende meine Methode an, und das ist alles“, so Georges Seurat nüchtern. Seine Methode des Pointillismus bedeutete für die Malerei einen wissenschaftlichen Neuanfang. Die reinen Farben, die er in Punkten nebeneinandersetzte, verbinden sich erst im Auge des Betrachters zu Linien. In der Schirn Kunsthalle in Frankfurt kann der Besucher jetzt vor einigen Originalen den Allgemeinplatz der Seurat Forschung überprüfen.
Gefragt: Wissenschaftliche Publikationen mit ästhetischem Layout
Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters – aber warum gerade wissenschaftliche Literatur häufig wenig einladend gestaltet wird, erklärt dies nicht. Yves Vincent Grossmann untersucht die gängige Text‑ und Buchgestaltungspraxis in den Geisteswissenschaften und plädiert dafür, dass sich nach ,iconic‘ und ,pictorial turn‘ auch ein grundlegendes Bewusstsein für das Erscheinungsbild der eigenen Textproduktion herausbildet.
„Artists do not make art“
Der Heidelberger Kunstverein setzt auf Provokation und zeigt die ,sick films‘ des britischen Künstlers und Turner-Preisträgers Martin Creed.
Im Quadrat
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Eine Welt zerfällt in Bilder. David Lynchs „Dark Splendor“
Nach Bob Dylan bekommt jetzt auch David Lynch in Deutschland seine erste Ausstellung in einem Museum. Am Anfang von Lynchs Schaffen stand die Malerei, über diese kam er zum Film ‒ in beiden Medien ist Lynchs Bacon Nachfolge unübersehbar, aber auch Picasso und Max Ernst sind seine Lehrmeister.
Außen Banane, innen Wurst
Die skandalöse Idylle in Manets Frühstück im Grünen wird durch Berge von Cola-Dosen und einen Mercedes zerstört, Dürers Unkrautidylle im Großen Rasenstück wird bedroht von einem auslaufenden Unkrautvernichtungsmittel und Dürers Mutter soll wenig vertrauenswürdig sein – das zeigen Klaus Staecks Montagen aus den Jahren 1969–1989. Jetzt vermittelt die Ausstellung Nichts ist erledigt im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg, dass Staecks sozialkritische Themen immer noch aktuell sind.
Die Sendung mit der Kunst
Heute: Lach‑ und Kunstgeschichten rund um Das Rätsel Frau. Die Geheimnisse in den Bildern Sandro Botticellis.
Die Fernsehwelt steht Kopf
Bei Harald Schmidt konnte man erfahren, was keine Kunst ist: kopfstehende Moderatoren.
Jeanne-Claude (1935–2009)
Jeanne-Claude ist in New York im Alter von 74 Jahren an einer Hirnblutung gestorben.
Scripted Reality aus der Kunstakademie
Als Nicht-Kunststudent fragt man sich vielleicht, wie man sich das Studium an Kunstakademien vorzustellen hat – Art City Hamburg bringt mit einer Online-Serie ein wenig Licht ins Dunkel.
Neurotische Akteure auf der Bühne des Kunstmarktes
Mit einem Einblick in die Irrungen zeitgenössischer Kunst und ihres Marktes begeisterte der Regisseur Jonathan Parker mit seinem aktuellen Film (Untitled) unlängst das Publikum des 58. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg.
Add-Art für Firefox
Werbung auf Webseiten durch Kunst ersetzen.
Auf Tuchfühlung mit der Mona Lisa
„Œuvres à la loupe“ ermöglicht, ausgewählte Exponate des Louvre genau unter die Lupe zu nehmen.
JacksonPollock.org
Action Painting am Bildschirm.
Kunst ist für alle da
Das dachten sich Rammstein bei der Gestaltung des Booklets ihres aktuellen Albums „Liebe ist für alle da“ und haben sich fleißig kunsthistorischer Zitate bedient. Sind Caravaggio und die Utrechter Caravaggisten damit im 21. Jahrhundert angekommen?
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