Beiträge und Kommentare zu aktuellen, kunsthistorisch relevanten Themen.

„Eine Promotion ist die bessere Ausbildung“

Das Netzwerk Kunst und Kultur des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg stellte kürzlich mit drei geladenen Gästen Studierenden und Interessierten verschiedene Berufsperspektiven für angehende Kunsthistoriker vor. Vertreten waren die Branchen Kulturjournalismus, Museum und Universität.

Poesie des Augenblicks

„Lyriker“ unter den Impressionisten und „malender Poet“ wird Alfred Sisley genannt. Und tatsächlich findet der „englische Monet“ eine ganz eigene Bildsprache für die sensibel eingefangenen Landschaftspanoramas. Dem Betrachter eröffnet sich ein flirrendes Farbenspiel, das sich noch bis Ende des Monats im Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal erleben lässt. Dort wird Alfred Sisleys Oeuvre erstmals in Deutschland in einer Sonderausstellung gezeigt.

Endlosschleife

Venedig, São Paulo, Sydney, Moskau – eine Gemeinsamkeit der Städte ist die Ausrichtung einer Kunstbiennale. Seit Ende des letzten Jahres kann sich Heidelberg in diese Liste einordnen. Zwar hat das Kind hier einen anderen Namen, aber mit dem Ausstellungsformat “Übermorgenkünstler” greift der Kunstverein den beliebten zeitlichen Rhythmus auf. Alle zwei Jahre bietet sich dem Publikum die Gelegenheit, selbst über das Potenzial der Kunst von übermorgen zu urteilen. Wie überzeugend sind dieses Jahr die „Übermorgenkünstler“?

Im Dialog mit dem Leser

Die Abschlussarbeit steht bevor, was jetzt? Bisher sind die Seminararbeiten eher unbefriedigend ausgefallen, die Abschlussarbeit muss aber sitzen. An einigen Universitäten wie etwa in Köln gibt es Schreibzentren, die Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben und speziell Crashkurse für Examenskandidaten anbieten. Rettung in letzter Minute muss nicht sein, denn auch in Bezug auf das wissenschaftliche Schreiben gilt das Sprichwort „früh übt sich, wer ein Meister werden will“. Wir sprachen mit Helga Esselborn-Krumbiegel, der Leiterin des Schreibzentrums in Köln, was beim Schreiben nur demotivieren kann, welche Probleme Studierende mit wissenschaftlichen Arbeiten haben und wie man diese Schritt für Schritt lösen kann.

„Harmonie ist ein Auftrag“

Kunsthistoriker beschäftigen sich hauptsächlich mit der Kunst von vorgestern, gestern und vereinzelt mit der Kunst von heute. Einen Blick auf die Kunst von übermorgen bietet dieses Jahr zum zweiten Mal der Heidelberger Kunstverein in der Ausstellung „Übermorgenkünstler II“. Da Heidelberg bekanntlich keine Kunstakademie hat, wurden die Studierenden der umliegenden Akademien aufgerufen, Arbeiten einzureichen. 18 Beiträge wurden ausgewählt und sind noch bis 19. Februar 2012 zu sehen. Für artefakt haben einige der Künstler ihre Beiträge kommentiert.

„Fahrt mal nach Brandenburg“

Der 81. Kunsthistorische Studierenden Kongress (KSK) findet in Kürze unter dem Motto „Peripherie – Wer steht am Rand?“ in Siegen statt. Die Peripherie, der die Veranstaltung gewidmet ist, entfaltet sich in vielen Facetten. Sie reicht von Brandenburg bis zum Nahen Osten, vom Siegerländer Krüstchen bis zum Apéro. Wie man vom schnöden Rand zum Sehnsuchtsort wird und warum das Kurzportait von Siegen „Wald und Beton“ lautet, erklären die Organisatoren im Interview.

Wie war das nochmal mit der Radierung? #2

Und weiter geht es in unserer neuen Reihe „Wie war das nochmal mit…?“ mit einem Update zum Thema Druckgrafik. Es gibt neue Videos zu den druckgrafischen Techniken vom MoMa und einige interessante Websites, bei denen sich ein Besuch lohnt.

Ein offenes Geheimnis

Die Existenz von Geheimbüden ist ein offenes Geheimnis. Mit der Gruppenausstellung „Geheimgesellschaften – Wissen Wagen Wollen Schweigen“ beleuchtete die Schirn Kunsthalle in Frankfurt das Thema aus Perspektive der bildenden Kunst. Die Eröffnung des Schirn Circle bildete den Abschluss der Ausstellung, die ab 10. November in Bordeaux zu sehen ist.

Wie war das nochmal mit dem Bronzeguss?

Bewegte Bilder zur Technik des Bronzegusses und nach wie vor unverzichtbare Lektürehinweise.

„Verzeihung, ich bin es“

Heidelberg und Berlin treffen in der Ausstellung „Urbane Leerstellen füllen“ des studentischen Kunstvereins Art van Demon e.V. aufeinander. Mit Babette Werner sprachen wir über die Ziele des Vereins, das Konzept der Ausstellung und die Chemie zwischen Künstlern und Kuratoren. Einige der Künstler haben für uns ihre Werke kommentiert.

Wut macht erfinderisch

Gründe, wütend zu werden, gibt es genug. Meist äußert sich diese in verbaler, oft aber auch in physischer Gewalt. In London war dies jüngst deutlich zu spüren. Der Plakatwettbewerb „Mut zu Wut“ setzt sich konstruktiv mit der Wut auseinander – das Ergebnis sind dreißig aufrüttelnde Plakate. Einige der beteiligten Künstler haben für uns ihr Plakat kommentiert.

 

Ist jeder Künstler ein Kurator?

Im Moment werden Ausstellungen gern von Künstlern zusammengestellt. Off-Spaces, Kunstvereine, Biennalen, nicht einmal mehr Museen sind vor ihnen sicher. Präsentieren die Künstler tatsächlich originelle Ideen und überraschende Konzepte? Oder schaffen sie sich selbst eine Plattform, um als Künstler im Dickicht der Kunst aufzufallen?

 

Schöne neue Welt

Eber, Störche, Windmühlen und Gartenzwerge sind als ganzer Stolz des Besitzers im Schrebergarten versammelt. Diesen etwas anderen Blick auf das Thema Garten gewährt der Fotograf Rüdiger Glatz in seiner Ausstellung „Wonderful World“.

Kubismus reloaded

Das Erleben alter Bildräume in immer neuen Sichtweisen kann eine spannende Angelegenheit sein. Schwierig wird es, wenn das gewählte Medium eigentlich nicht dazu gemacht ist, einen Gesamteindruck des erlebten Raumes wiederzugeben. Dieser Aufgabe widmeten sich Studierende der Universität Stuttgart, die Ergebnisse sind in der Ausstellung „Bild Zeit Raum“ zu sehen.

Nach dem Studium ist vor der Karriere

Für viele Geisteswissenschaftler folgt nach dem Abschluss erst einmal die Suche nach dem passenden Beruf. Nicht nur deshalb kann sich die Jobsuche mitunter schwierig gestalten. In Heidelberg fanden jüngst zwei Veranstaltungen statt, die hier Perspektiven aufzeigten: zum einen den Weg in die Selbständigkeit und zum anderen den Weg über die Unternehmensberatung zum eigenen Haus, Auto und Boot.