Autor: Philipp Hindahl

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Die wichtigsten Virtual Reality-Kunstwerke. Und ein paar Games

Wenn alle vom nächsten großen Ding sprechen, muss man meistens aufhorchen: Ist das wirklich so neu? Und woher kommt das überhaupt? Derzeit sprechen alle von Virtual Reality. Der Gropius-Bau in Berlin zeigt eine Ausstellung mit dem Titel „Immersion„, an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach ist der letzte Rundgang in 360° zu erleben, und das NRW-Forum in Düsseldorf hat einen  Anbau, ganz virtuell, versteht sich. Ohne Distanz den Betrachterstandpunkt gleich ins Werk zu verlegen, ist keine so neue Idee und steht auch immer schon unter Verdacht, dem bloßen Entertainment zu dienen. Wobei gerade Games die wichtigsten Innovationen für die Kunst bieten. Das zeigt die Spurensuche, auf die sich Philipp für das Schirn Magazin begeben hat. Titelbild: „Sentiment Solutions“, HfG Offenbach, Project Supervisor: Britta Thie, inspiriert von: New Scenario, „Hope“.

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Plötzlich Gegenwart. Die transmediale 2017 in Berlin

„alien matter“ heißt die Ausstellung zur 30. transmediale in Berlin. Dazu gibt es noch Vorträge, Parties und ein Filmprogramm. Das Fremdsein ist hier in diesem Jahr ein großes Thema: fremd dem neuen US-Präsidenten oder künstlicher Intelligenz gegenüber. Was für die Pioniere der digitalen Kunst noch vor ein paar Jahren entweder utopische oder dystopische Zukunftsvision war, ist plötzlich Gegenwart.

„Isch’s ok wenni rauch?” Sylvain Baumann, Justin Eagle, Raja’a Khalid in der Vitrine Gallery in Basel

Es gibt Orte, an denen man sich nur ungern aufhält. In der Nähe vom Bahnhof St. Johann in Basel gibt es so einen Ort. Gegenüber ist eine Bar, dazwischen halten die Straßenbahnen. Darüber spannt sich eine Autobahnauffahrt. Wer Basel kennt, weiß, dass die Autobahnauffahrten hier ineinander verschlungene Konstruktionen aus Sichtbeton sind, erdacht in den 1970ern von Bauingenieuren und Architekten, um die Stadt an ganz Europa anzubinden. Darunter ist man eigentlich nur zum Warten. Auf die Bahn, oder darauf, dass hier etwas passiert. Dort ist jetzt auch die Galerie Vitrine. Der fünfeckige Raum ist eingezwängt zwischen Brücke und Asphalt, rundum verglast, wie ein 45 Quadratmeter großes, gestrandetes UFO. Vorher war hier ein Laden für Maßanzüge, der sich nicht lange halten konnte. Dann hat Alys Williams hier Anfang April den Off-Space eröffnet, das Architekturbüro Pantera Pantera hat mitgeplant. Die Galerie ist noch mit einem anderen Teil von Europa verbunden, denn es gibt eine zweite in London. Dort startete Vitrine 2010 als Projektraum und wurde 2012 zur festen Galerie. Weil der Raum in Basel anders ist als die meisten …