Autor: Anika Meier und Philipp Hindahl

Gute Bücher, schlechte Bücher 2016

Wenn alle nur immerzu über die besten Fotobücher des Jahres reden, kann man derweil durch Buchhandlungen schlendern und den schlechten Fotobüchern einen Moment Aufmerksamkeit schenken. Das hat Anika für das art Magazin getan, der Text kann hier nachgelesen werden. In der Hauptrolle, Michael Klein, Buchhändler im Haus der Photographie in Hamburg. „Schlechte Bücher gibt es ja immer mehr als gute“, sagte Michael und zeigte mir Fotobücher über Drohnenfotografie, über im öffentlichen Raum pinkelnde Frauen und ein Buch von Steve McCurry, das kaum weniger sexy hätte gestaltet werden können. Jetzt aber schnell zu den erfreulicheren Dingen im Leben, nämlich: gute Bücher, die 2016 wichtig waren oder einfach nur gut sind. Stillleben BRD von Christian Werner Ein bisschen Wolfgang Tillmans, ein bisschen Juergen Teller: Da ist jede Seite schön, wenn man denn die Ästhetik mag, das Blitzlicht auf den Dingen, den Gelbstich einiger Bilder, die Komposition, die vorgibt, keine zu sein. Nach dem Tod des Großvaters eines alten Schulfreundes war der Fotograf Christian Werner im Dezember 2014 noch einen Tag mit seiner Kamera in dem Haus in Delbrück, kurz …

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Like A Fever Dream. An Interview with Teju Cole

To some people, Instagram is all about breakfasts and selfies in swimsuits. But if you go against the logic of the medium like Teju Cole does, you can make images and texts collide. Cole has written extensively on literature, photography, social media, and on travelling. His essays are now finally published as a book: „Known and Strange Things“. We talked to the American-Nigerian novelist, photographer and art critic about extinct animals, the art of cheap vernacular pictures and about his social media use.

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Christo darf das. Wenn die Piergroup mit trockenen Füßen übers Wasser geht

Seit Jahrtausenden träumen die Menschen davon, übers Wasser gehen zu können. Jesus hat es vorgemacht. Wenn der Gang über das Wasser allerdings so leicht nachzumachen wäre, wäre Jesus nicht Jesus. Wer es jetzt doch geschafft hat: Christo. Er hat den Reichstag eingehüllt, da ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis er es schafft, uns alle über Wasser gehen zu lassen. Die „Titanic“ ruft freudig erregt aus: „Jesus Christo!“ Und legt nach: „Flüchtlinge finden neue Route nach Italien.“ Übers Meer dorthin gelangen, wo es besser ist, das ist eine alte Vorstellung. Einst fuhren die Kolonisatoren nach Amerika, Afrika oder Asien – also zu jedem Erdteil außer Europa –, um dort Reichtum und Abenteuer zu finden. Heute ist es anders. Menschen kommen nach Europa, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, um unerträglichen Lebensumständen in ihrer Heimat zu entfliehen. Das ruft Künstler auf den Plan, die sich an der Verbesserung der Lage versuchen wollen. Oder so etwas wie einen Kommentar zum Zeitgeschehen abgeben wollen. Das wiederum ruft die Medien auf den Plan, die die mal …