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Veranstaltung: „Mediale Transformationen des Visuellen“

Hinweis auf und Gedanken zu der Veranstaltung „Mediale Transformationen des Visuellen. Web 2.0 für Gedächtnisinstitutionen“ in Marburg.

14. Oktober 2009

Marco Heßdörfer

Redaktion

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Am 3.11.2009 findet in Marburg eine Veranstaltung mit dem etwas sperrigen Titel Mediale Transformationen des Visuellen. Web 2.0 für Gedächtnisinstitutionen statt. Das Programm sieht neben Begrüßung und Einführung drei Vorträge vor:

Patrick Danowski (CERN Genf):
Wo geht’s zur Bibliothek 2.0? Web 2.0 Technologien in der Bibliothek. Stand und Ausblick

Daniela Bamberger (Städel Museum Frankfurt):
Web 2.0 und Social Networking am Beispiel des Städel Museums

Dr. Oliver Sander (Bundesarchiv Koblenz):
Bundesarchiv 2.0? Die Kooperation von Bundesarchiv und Wikipedia

Die Kooperation des Bundesarchivs mit Wikipedia dürfte hinlänglich bekannt sein. Das digitale Bildarchiv des Bundesarchivs wird bei Wikimedia Commons zur Verfügung gestellt (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany). Interessanter scheinen mir die beiden anderen Vorträge zu werden:

Die Bibliothek 2.0 ist noch ein ziemlich vages aber umso interessanteres Konzept, das – vereinfacht gesagt – Web 2.0 Features auf Bibliotheken überträgt. Wühlt man sich durch die diversen online-Kataloge der einschlägigen Bibliotheken, ist davon bisher wenig zu sehen. Man muss schon auf Dienste wie Library Thing, Connotea, BibSonomy oder scholarz.net blicken, um zu erahnen, was Bibliothek 2.0 meint.

Aufschlussreich wird hoffentlich der Vortrag von Daniela Bamberger zu Web 2.0 und Social Networking am Beispiel des Städel Museums. Die nun nicht mehr ganz so neue Webpräsenz des Städel ist mir bereits positiv aufgefallen, das vor allem im Vergleich hierzu. Aber Web 2.0? Viele bunte Bildchen und Videos – so schön sie auch sind –  machen noch kein Web 2.0. Es gibt auch eine Community – hört hört! Das klingt nach Partizipation, Kollaboration und Interaktion. Ich habe den Selbstversuch gewagt und mich angemeldet: Nun habe ich einen persönlichen Kalender auf der Städel-Hompage, in den mir Städel-Termine zu meinen zuvor angegebenen Städel-Interessen eingetragen werden; und ich kann mich sogar per Mail an die Termine erinnern lassen. A propos Mail: Ein Teil der Anmeldung zur Community besteht darin, sich im Newsletter einzutragen, den selbstverständlich auch nicht-Community-Mitglieder beziehen können. Die wahren Web 2.0-Features bestehen aber darin, Kunstwerke bewerten, kommentieren und zu  Meinen Galerien und Meinen Lieblingswerken hinzufügen zu können. Die Privatsphäre wird allerdings gewahrt, denn Meine Lieblingswerke darf nur ich selbst bestaunen.
Ich würde gerne Daniela Bambergers Vortrag über Web 2.0 und  Social Networking bezüglich staedelmuseum.de hören, nur leider kann ich nicht zu der Veranstaltung reisen. Falls jemand anwesend sein wird, würde ich mich über einen  Bericht freuen.

Nicht falsch verstehen: staedelmuseum.de ist eine wirklich gelungene, übersichtliche und unterhaltsame Seite, diese aber als Beispiel für das Web 2.0 herzunehmen, erscheint mir etwas übertrieben – zugegeben, es gibt da ja noch den Städel-Blog zum Erweiterungsbau. Das Städel auf Facebook und den Twitter-Account darf man auch nicht vergessen, aber ist das nun Web 2.0 oder doch eher Marketing? Man muss wohl sagen Marketing mit den Mitteln des Web 2.0.

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