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Die Fernsehwelt steht Kopf

Bei Harald Schmidt konnte man erfahren, was keine Kunst ist: kopfstehende Moderatoren.

20. November 2009

Anika Meier

Redaktion

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Georg Büchners Lenz war es manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte. Im 21. Jahrhundert geht man nicht, sondern moderiert auf dem Kopf und erhebt damit zugleich den Anspruch, ein Kunstwerk zu schaffen wahlweise auch zu sein: Der Medienkünstler Christian Jankowski machte letzte Woche den famosen Kopfstand der aspekte-Köpfe möglich. „Wir machen Kunst“, verkündete Luzia Braun.  Es sei ihnen nicht zu Kopf gestiegen, ein Kunstwerk zu sein, beruhigte Wolfgang Herles die Zuschauer, anstrengend sei es aber schon.

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"Beknackt" sehen die "aspekte"-Köpfe nach eigener Aussage aus, weil sie Kunst machen. Copyright: ZDF

Zeit für Kultu(h)r war dann auch knapp eine Woche später bei Harald Schmidt. Dort hat man zwar keine Antwort auf die Frage „Was ist Kunst?“ parat, man weiß aber wenigstens, was keine Kunst ist: die kopfstehenden aspekte-Kollegen. Harald Schmitds Moderatorin durfte sich auch einmal kopfüber aufhängen lassen; deren Erkenntnis beziehungsweise Bekenntnis ist allerdings bahnbrechender als das von Wolfgang Herles: „Zum Kunstschaffen gehört mehr als einfach nur vom Teleprompter abzulesen.“ Kultverdächtig ist allerdings die neongelbe Radlerhose, die für einige Sekunden unter dem Rock der Moderatorin aufblitzte.

„Brennende BHs und nackte Titten“ gehören laut Harald Schmidt zu einem richtigen Studentenprotest – was heute zu einem avantgardistischen Kunstwerk gehört, wer weiß das schon?

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